Pressespiegel

Hier finden Sie eine Zusammenstellung regionaler und überregionaler Presseberichte:


Bundesarchiv Bild 146-1989-072-16, Matthias Erzberger
Matthias Erzberger - Quelle: Bundesarchiv Bild 146-1989-072-16

24. Januar 2017 Berlin - Der Politiker Matthias Erzberger, geboren 1875 in Buttenhausen bei Münsingen, soll eine besondere Ehre zu Teil werden. Nach ihm soll ein Bundestagsgebäude benannt werden.

Bundestagspräsident Lammert hat dem Ältestenrat den Namen Erzberger vorgeschlagen. Damit soll Erzbergers Widerstand gegen Rechtsextreme in der Weimarer Republik gewürdigt werden.

Der Buttenhausener hatte 1918 das Waffenstillstandsabkommen nach dem Ersten Weltkrieg unterzeichnet. Der Zentrumspolitiker war 1921 im Nordschwarzwald in Bad Peterstal-Griesbach (Ortenaukreis) von Rechtsterroristen ermordet worden.

Quelle: SWR


27. Dezember 2016 Hitzhausen: Die Sanierung der Ludwig-Windthorst-Gedenkstätte in Hitzhausen ist abgeschlossen. Das Vorhaben hat rund 140.000 Euro gekostet und wurde mit Geldern aus dem Dorfentwicklungsprogramm gefördert.

Die Sanierung war erforderlich, weil trotz verschiedener Stabilisierungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren festzustellen war, dass die Westwand der Gedenkstätte umzukippen drohte. Der Kipprozess hatte bereits im Jahre 2007 begonnen. Die Gedenkstätte musste schließlich aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt werden. Hier geht es zum vollständigen bericht der neuen Osnabrücker Zeitung: KLICK


27. Oktober 2016

Cloppenburg: Die Deutsche Zentrumspartei (Zentrum) wird mit Udo Anfang am 7. November ohne Fraktionsbündnis in den neuen Rat der Stadt Cloppenburg einziehen. Das Zentrum hält seit der Wahl im September einen Sitz im Rat und hat keinen Fraktionsstatus.

In den vergangenen Wochen hat Anfang mehrere Sondierungsgespräche geführt. Dazu erklärt er in einer Pressemitteilung: „Ich bin von verschiedenen Parteien angesprochen worden und habe konstruktive Gespräche geführt, aber eine konkrete Zusammenarbeit ergibt sich für mich bis dato nicht.“ In diesem Zusammenhang lobt er den Umgang mit der Stadtverwaltung und dem Bürgermeister. „Ich erhalte alle Informationen für meine Arbeit die ich benötige, auch ohne Fraktion.“ Und Anfang ergänzt: „Auch als einfaches Ratsmitglied kann ich die Politik in Cloppenburg aktiv mitgestalten.“

So werde er auf eigenen Wunsch als beratendes Mitglied in einem wichtigen Ausschuss mitwirken und nehme auch an weiteren Fachausschüssen teil.

Anfang will sich auch zukünftig für einen verantwortungsvollen Umgang mit den finanziellen Ressourcen der Stadt sowie eine Weiterentwicklung des Verkehrskonzepts einsetzen. Gleichzeitig sollen Familien und bildungspolitische Ziele im Blick bleiben. Anfang bekräftigt seine Absicht, für gute Argumente die Türen zu allen politischen Lagern offen zu halten. Cloppenburg solle schließlich vorangebracht werden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Quelle: Nordwestzeitung Oldenburg


26. September 2016

Zentrum nominiert den Fraktionsvorsitzenden beim Kreisparteitag.

Beim Kreisparteitag der Zentrumspartei im Gasthof Robens in Nievenheim konnte der Zentrums-Fraktionsvorsitzende im Dormagener Stadtrat, Hans-Joachim Woitzik, einen Erfolg erzielen: Er wurde einstimmig zum Kandidaten für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai 2017 im Wahlkreis 45 (Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen) gewählt. Woitzik ist bislang der dritte gewählte Kandidat in diesem Wahlkreis nach der Grevenbroicherin Heike Troles (CDU) und Karlheinz Meyer (Dormagen) für die FDP. Als sicher gilt dass Landtagsabgeordneter Rainer Thiel für die SPD am 5. Oktober aufgestellt wird. Für die Grünen wird Hans Christian Markert antreten.

Der 59 Jahre alte Woitzik, der am Gymnasium in Knechtsteden sein Abitur ablegte und an der Sporthochschule in Köln sein Studium als Diplom-Sportlehrer absolvierte, möchte seine langjährigen Erfahrungen in der Kommunalpolitik in die Landespolitik einbringen. "Dabei spielt die verworrene Flüchtlingspolitik von CDU und SPD eine bedeutende Rolle. Hier muss endlich Klartext geredet und die Meinung einer großen Mehrheit der Bevölkerung stärkere Beachtung finden." Die Zentrumspartei teilt deren Besorgnisse, dass ein ungeregelter Zuzug von Migranten zu gesellschaftlichen Verwerfungen führen muss. Deshalb fordert Woitzik, dass auch landespolitisch eine strengere Kontrolle bei der Zuwanderung stattfindet. Die Zentrumspartei spricht sich auch eindeutig gegen eine zu starke Islamisierung aus, "durch die unsere christlich geprägte Kultur aus den Fugen gerät. Aber auch das Sicherheitsbedürfnis der Bürger verlangt eine strikte Kontrolle bei der Einwanderung". Zum Thema Sicherheit sagt er, dass die nächtlichen Polizeikontrollen wesentlich verstärkt werden, "damit nicht nur die notwendige Sicherheit der Bürger gewährleistet werde, sondern auch den sich immer weiter häufenden Einbrüchen stärker Paroli geboten werden könne".

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Außerdem verurteilt das Zentrum "die wirre Bildungspolitik der im Landtag von Nordrhein-Westfalen vertretenen Parteien, insbesondere aber den Eiertanz um das Abitur nach acht oder neun Jahren", so Woitzik. Er sieht sich klar auf Seiten der Mehrheit der Eltern, diefür G 9 seien. Woitzik: "Es ist völlig unsinnig, wenn SPD und Grüne jetzt sogar über einen gleitenden Abschluss diskutieren, der von den einzelnen Schulen bestimmt werden könne. Damit würde die Bildungspolitik in NRW völlig aus den Fugen geraten. Für uns ist bei politischen Entscheidungen der Elternwille maßgebend."

Quelle: NGZ-Online


Die Ergebnisse in Molbergen
Die Ergebnisse in Molbergen

In der Gemeinde Molbergen/Niedersachsen erzielte das ZENTRUM sein bestes Landesergebnis: 18,25 Prozent.

 

 

MOLBERGEN – Dass die Deutsche Zentrumspartei mit dem Gesamtergebnis der niedersächsischen Kommunalwahl nicht zufrieden sein kann, ergibt sich schon daraus, dass ihr (ähnlich wie der AfD) kein flächendeckender Antritt möglich war.

Dass aber das Zentrum dort, wo es antritt, regelmäßig Erfolg hat beim Wähler, wurde jetzt wieder deutlich. Besonders in Molbergen, einer Gemeinde im Landkreis Cloppenburg. Dort gelang es der Zentrumspartei, aus dem Stand 18,25 % der Stimmen und damit 4 Sitze im 20köpfigen Gemeinderat zu erlangen. Sicherlich auch das Verdienst der Spitzenkandidatin der ältesten deutschen Partei in Molbergen, Nadja Kurz. Die 61-jährige Zentrumspolitikerin ist seit 1996 Ratsmitglied und sehr beliebt, weil sie sich seit fast 25 Jahren für die Integration der Spätaussiedler einsetzt. 2009 wurde sie für ihre ehrenamtliche Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Trägerin des Bundesvedienstkreuzes Nadja Kurz
Trägerin des Bundesvedienstkreuzes Nadja Kurz

Zwar sind lokalpolitische Einzelergebnisse nicht immer aussagekräftig genug, um eine generelle Tendenz herauslesen zu können, aber politische Beobachter haben dennoch aufmerksam registriert, dass nicht nur die Grünen (1,72%) chancenlos blieben, sondern auch die AfD. Das von der Zentrumspartei seit geraumer Zeit verfolgte Konzept einer Stärkung des bürgerlichen Lagers scheint auch im benachbarten Cloppenburg aufzugehen, wo sich eine Kooperation CDU/FDP/Zentrum abzeichnet. Auch über Niedersachsen hinaus gibt es lauter werdende Forderungen, dem Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei den Bürgerblock aus CDU/FDP/Zentrum gegenüber zu stellen. In NRW wäre dies bei der bevorstehenden Landtagswahl wohl die einzige Möglichkeit für Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident zu werden, nachdem sowohl CDU als auch FDP einer Kooperation mit der AfD ablehnend gegenüber stehen, während Amtsinhaberin Hannelore Kraft (SPD) es ihrerseits ablehnte, einer Kooperation mit der ehemaligen SED eine Absage zu erteilen.

Quelle: Neumarkt Journal


02.09.2016
Die Renaissance der Zentrumspartei
Von Heinz-Josef Laing


Unter den vielen Vereinigungen, die zur Kommunalwahl antreten, ist im Kreis Cloppenburg auch die Zentrumspartei. Aus der Weimarer Republik ist die Partei bekannt, damals als Vertretung des politischen Katholizismus – und eine der Stützen der Demokratie. Später, in der Bundesrepublik, hat
das Zentrum keine große politische Bedeutung mehr gehabt. Im Kreis Cloppenburg soll das jetzt
anders werden, hier knüpfen Russlanddeutsche, Spätaussiedler und Vertriebene große Hoffnungen an diese Organisation.
Dass das Zentrum nun ausgerechnet in Cloppenburg antritt, ist kaum verwunderlich. Anders als in
anderen Gegenden der Republik hatte die Partei hier auch noch nach 1945 durchaus einen Namen, es
hatte wiederholt lokale Bündnisse mit der CDU gegeben, bei einigen Wahlen erreichten sie bis zu
zwölf Prozent der Stimmen. Nun will die Zentrumspartei zum Urnengang am 11. September zumindest in der Kreisstadt Cloppenburg und in der angrenzenden Gemeinde Molbergen zu alter Stärke zurückkehren. Die Chancen stehen gut, denn die Kleinpartei hat sich im Nordwesten Niedersachsens seit der vergangenen Kommunalwahl von 2011 wieder etabliert. Vor fünf Jahren sorgte der damals 39-jährige Udo Anfang für eine kleine Sensation. Er hatte sich aus Überzeugung dem katholischkonservativen Zentrum angeschlossen, kandidierte für den Rat der Stadt Cloppenburg und wurde auf Anhieb mit 386 Stimmen direkt gewählt. Das entsprach 1,78 Prozent der Wählerstimmen. Inzwischen verfügt das Zentrum im Stadtrat wegen eines „Überläufers“ von der CDU über Fraktionsstatus. Auch ein ehemaliger SPD-Ratsherr hat sich als Parteiloser dem Zentrum angeschlossen. Für den 11.September bieten Udo Anfang und seine politischen Freunde fünf Kandidaten für den Rat der Stadt auf.
In der Gemeinde Molbergen ist die Ausgangslage für das Zentrum etwas anders. Dort hatten noch
2011 zwei Kandidaten aus den Reihen russischer Spätaussiedler einen Wahlerfolg auf der CDU-Liste
errungen: Waldemar Boxhorn und Nadja Kurz zogen mit den meisten Stimmen in den Gemeinderat ein.
Die CDU kam in ihrer Hochburg Molbergen auf insgesamt 86 Prozent der Stimmen. Solche Ergebnisse
sind die Christdemokraten dort seit Jahrzehnten gewohnt. Doch in diesem Jahr könnte das Ergebnis für die Union sehr viel schlechter ausfallen, denn die beiden Garanten für Unterstützung durch die
Aussiedler sind aus der CDU ausgetreten und zum Zentrum gewechselt.
In Molbergen liegt der Aussiedler-Anteil an der 8000-köpfigen Gesamtbevölkerung bei gut 40
Prozent. Dort hat sich im Laufe der Jahre eine Parallelgesellschaft der Russlanddeutschen entwickelt.
Besonderer Ausdruck dafür ist eine eigene kirchliche Organisation, die „Freie Evangeliums
Christengemeinde Molbergen“ („Pfingstler“) mit eigenen Gotteshäusern in Cloppenburg, Molbergen
und im emsländischen Werlte. Und weil diese Gemeinde zusammen mit Kurz und Boxhorn die
Gründung einer eigenen Bekenntnisschule in Cloppenburg forciert, hat die CDU den beiden
Ratsvertretern der Aussiedler den Stuhl vor die Tür gesetzt und sie nicht erneut für die bevorstehende
Kommunalwahl nominiert. Die Landesschulbehörde hat bereits signalisiert, dass der Schul-
Neugründung nichts im Wege steht - sehr zum Verdruss der Union im Kreis Cloppenburg, die die
Grundschulen lieber in kommunaler Trägerschaft sieht.
Udo Anfang bot den ausgebooteten Bewerbern auf der Liste der Zentrumspartei die Chance zur
Kandidatur. Neben Kurz und Boxhorn treten zwei weitere Aussiedler in Molbergen für das Zentrum an.
Ihre Wahl gilt angesichts des großen Wählerpotenzials der Aussiedler als ziemlich sicher, glaubt Udo
Anfang. Ist Molbergen auf dem Weg zu einem „Gallischen Dorf“ der Zentrumspartei? Die aus dem
sibirischen Nowosibirsk stammende 61-jährige Nadja Kurz ist jetzt die Spitzenkandidatin des Zentrums.
Sie ist seit 1996 Ratsmitglied und sehr beliebt, weil sie sich seit fast 25 Jahren für die Integration der
Spätaussiedler einsetzt. 2009 wurde sie für ihre ehrenamtliche Arbeit im „Heimatverein der
Russlanddeutschen“ mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der Orden wurde ihr vom
damaligen Cloppenburger Landrat und ehemaligen Parlamentarischen Geschäftsführer der CDULandtagsfraktion
in Hannover, Hans Eveslage, an das Revers geheftet.

Quelle: www.rundblick-niedersachsen.de


18. Juli 2016

Ein politischer Coup ist jetzt dem Kreisverband Cloppenburg/Vechta des Zentrums gelungen. Die Partei hat jetzt die beiden bisherigen Molberger CDU-Gemeinderatsmitglieder Nadja Kurz und Waldemar Boxhorn in ihre Reihen aufgenommen.

Wie berichtet, waren die beiden Aussiedler bei der ersten Kandidaten-Nominierungsversammlung des CDU-Verbands Molbergen für die Gemeinderatswahl am 11. September durchgefallen. Die beiden Ratsmitglieder, die vor fünf Jahren die besten Ergebnisse für die CDU einfuhren, befürworten eine Bekenntnisschule für Pfingstler – und wurden dafür offenbar abgestraft. Und auch bei einem extra anberaumten Nach-Nominierungstermin fielen beide erneut durch. Die Konsequenz: Das Duo schloss sich dem Zentrum an, bildet für die Partei jetzt eine Fraktion im Gemeinderat und dürfte auch nach dem 11. September dort vertreten sein. Zudem darf sich Nadja Kurz als Zentrums-Kandidatin für den Kreistag sehr gute Chancen ausrechnen.

Kreisvorsitzender Udo Anfang, der für das Zentrum im Cloppenburger Stadtrat sitzt, schloss es im Gespräch mit der NWZ  aus, dass die Partei trotz der jüngsten Entwicklungen in Molbergen ihre Bewerberliste für den Stadtrat in der Kreisstadt noch einmal öffnen werde, um auch dem einen oder anderen Aussiedler eine Kandidatur zu ermöglichen. „Wir werden die Liste nicht kurzfristig erweitern“, sagte er wörtlich.

Demnach treten im Cloppenburger Norden Udo Anfang (Listenplatz 1) und Dieter Beuse (2) an. Im Süden bewerben sich Carina Meyer (1), Frank Jakubeit (2) und Uli Drees (3) um einen Sitz im Cloppenburger Stadtrat.

Quelle: www.nwz-online.de